Mozart-Kompositionen für
Mandoline und Gitarre
Baden-Baden (be) – Anlässlich
des diesjährigen Mozartjahres und dem damit verbundenen 250. Geburtstag des
Komponisten haben sich die beiden Musiker und Musikdozenten Boris Björn Bagger
- er hat einen Lehrauftrag an der Karlsruher Musikhochschule und unterrichtet
auch an der Clara - Schumann-Musikschule Baden-Baden - und Detlef Tewes etwas
ganz Besonderes ausgedacht: eine Hommage an Mozart. Der Gitarrist Bagger und
Tewes, der zu den renommiertesten Mandolinenvirtuosen zählt, bespielten eine CD
mit Werken von Mozart –und zwar ausschließlich mit den beiden Instrumenten
der Gitarre und der Mandoline.
Für den eingefleischten
Mozart - Fan mag dies auf Anhieb befremdlich wirken, zumal Mozart selbst kein
Werk für diese Besetzung geschrieben hat. Doch ertönen die ersten Klänge, so
wird schnell deutlich, dass sich zwei Profis nicht ohne Bedacht an ein solches
Experiment heranwagten.
Eine kluge und
abwechslungsreiche Auswahl berühmter Kompositionen, angefangen vom ersten Satz
aus „Eine kleinen Nachtmusik" (KV 525) über das „Laudate
Dominium" (KV 339) und das „Ave Verum" (KV 618) bis hin zur Arie der
„Königin der Nacht" aus der Oper „Die Zauberflöte" und schließlich
Variationen des „Ah, vous dirai-je, Maman" (KV 265) werden von den beiden
,Musikern präsentiert.
Wer vermutet, dass ein
solch breites Angebot, gespickt mit verschiedensten Raffinessen, mit nur zwei
Instrumenten nicht oder lediglich unzureichend bewältigt werden könne, täuscht
sich gewaltig oder kennt das Duo Bagger - Tewes nicht, das seit 1988 immer
wieder gemeinsam auftritt. Weder die Lieblichkeit der „Kleinen
Nachtmusik" noch der Zorn der „Königin der Nacht" kommen zu kurz.
Die Aussage des Meisterpianisten und ARD-Preisträgers Kalle Randalu, die
Klangfarbe des gezupften Gespanns käme dem feinen Tonfall des originalen
Hammerflügels der Mozart-Zeit sehr viel näher als der herkömmliche Konzertflügel,
wird bestätigt.
Besonders stolz sind Bagger
und Tewes, dass ihre beim Label Antes Edition erschienene CD aus lauter
„Weltpremieren" besteht. Durch das perfekte Zusammenspiel der beiden
„Zupfer" wird die musikalische Transformation zu einem Hörgenuss, so
dass Frank Zappa noch einmal wie einst über Tewes sagen könnte: „Einfach
unglaublich."